Geschichte des Wassers im Wallis


Im Wallis war das Wasser für die Menschen seit jeher von zentraler Bedeutung. Die Geschichte des Wallis, Glück und Unglück war oft vom Mangel oder Überfluss an Wasser geprägt.

Um die kargen, trockenen Berghänge bewässern zu können, bauten unsere Ahnen unter abenteuerlichen Bedingungen ausgeklügelte Bewässerungssysteme. Über Suonen transportierten sie das Wasser von Gletschern und Bächen von weit her zu ihren Feldern und Wiesen. Jeder Dorfbewohner hatte ein festgelegtes Nutzungsrecht und wer sich nicht daran hielt, wurde entehrt und aus der Dorfgemeinschaft verstossen.
Die Rhone sorgte zwar für einen fruchtbaren Talgrund, aber ausgedehnte Sümpfe mit vielen Insekten prägten die Landschaft und führten zu Krankheiten.
Um dem Talgrund weiteren, fruchtbaren Boden abzugewinnen und Überschwemmungen einzudämmen, wurde der Lauf der Rhone mehrmals korrigiert.

Der Bau von Wasserkraftwerken brachte dem Wallis wirtschaftlichen Aufschwung, führte aber auch zu tief greifenden, ökologischen Veränderungen der empfindlichen Gewässersysteme.

Spülungen von Stauseen, Schwall- und Sunkbetrieb von Kraftwerken und zu geringe Restwassermengen beeinträchtigen den natürlichen Lebensraum unserer Fischarten und sind daher immer wieder Grund zu ausgedehnten Diskussionen zwischen Behörden, Kraftwerks-betreibern und Fischern.

Arbeiten wir Fischer konstruktiv mit, ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Wirtschaftlichkeit und Umweltvertraglichkeit zu finden !