News zur Walliser Fischerei 2008

10. Dezember, Kurse für Sachkundenachweis organisiert
Endlich ist es so weit. Die ersten Kurse für den Sachkundenachweis im Wallis sind organisiert und die entsprechenden Dokumente werden bald in den Medien der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem werden alle Fischer bei der Patentbestellung mit einem Flyer über den Sachkundenachweis informiert.
Weitere Infomationen


2. Oktober, Pressekonferenz des WKSFV und der Umweltverbände zum generellen Projekt der 3. Rhonekorrektion
An einer Pressekonferenz mit dem WWF, Pro Natura, Landschaftsschutz Schweiz und VCS hat der WKSFV die gemeinsamen Interessen mit den Umweltverbänden und die Forderungen und Anliegen der Fischer zur 3. Rhonekorrektion nochmals vor breiter Öffentlichkeit zu unterstreichen versucht.
Das grösste Potenzial für eine bessere Rhone und eine bessere Fischerei sieht der Verband in der Vernetzung der künftigen Rhoneausweitungen unter- einander und der Rhone mit den Seitengewässern.
Damit die Rhone wieder vernetzt wird und die gefährdete Walliser Seeforelle gerettet werden kann, sind Fischpässe bei Lavey, Susten, Mörel, Fiesch und Reckingen, die Einhaltung von Restwassermengen und die geeignete Gestaltung der Mündungsbereiche der Seitengewässern ebenso dringend nötig, wie prioritäre Sicherheitsmassnahmen.

Medienmitteilung


30. September, Eingabe der Stellungnahme des WKSFV zum generellen Projekt der 3. Rhonekorrektion
Heute hat der Walliser Kantonale Sportfischer Verband fristgerecht seine Stellungnahme zum generellen Projekt der 3. Rhonekorrektion abgegeben. Hier die kurze Zusammenfassung:

Der Walliser Kantonale Sportfischer Verband vertritt die Interessen von mehr als 3000 aktiven Fischern und ist als externer Partner in das Jahrhundert- projekt 3. Rhonekorrektion eingebunden. Mit konstruktiver Kritik will er die grossen Chancen zur Verbesserung der Gewässer und der Fischerei im Kanton nutzen und zum guten Gelingen des Projektes beitragen. Der Verband befürwortet die geplanten Rhoneaufweitungen, bedauert aber, dass die gesetzeskonformen Anforderungen (durchschnittlicher Ausweitungsfaktor 1.9) nicht eingehalten werden und die umweltrelevanten Arbeiten erst sehr spät in Angriff genommen werden. Kritisch steht der Verband den geplanten Sohlenabsenkungen und den möglichen Folgen auf den Grundwasserspiegel des Rhonebetts gegenüber. Die Walliser Fischer fordern die Umsetzung der geltenden Gewässerschutzgesetze, insbesondere die Fischgängigkeit für alle Rhonekraftwerke und die Einhaltung der Restwassermengen in allen Rhoneabschnitten bis 2012. Den grösstmöglichen Gewinn für die Gewässer und die Fischerei sehen die Walliser Ficher in der Vernetzung der Seitengewässer und in der zweckmässigen Gestaltung der Mündungsbereiche. In diesem Bereich besteht auch die Möglichkeit, nicht erfüllte, gesetzeskonforme Anforderungen in der Rhone entsprechend zu kompensieren.

Stellungnahme WKSFV zu R3
Generelles Projekt 3. Rhonekorrektion


14. September, Fischerfest der Sektion Raron
Wie gewohnt fand das jährliche Fischerfest der Sektion Raron am Teich "Gravi" in Niedergesteln statt. Das kleine, sehr gemütliche Fischerfest an einem der schönsten Fischerteiche im Wallis vermochte, wie man sieht, nicht nur grosse Fischer zu überzeugen...

Fotos

 

 

 


08. August, Eröffnung der Fischzucht "Baltschieder" durch die Sektion Visp
Am 08.08.08, just zum 88. Geburtstag der Sektion Visp, konnte das vom Sektionspräsidenten Arno Brantschen geführte Projektteam, mit berechtigtem Stolz, zur Eröffnung der neuen Fischzucht in Baltschieder einladen. Die neue Fischzucht musste gebaut werden, weil die alte Anlage in Visp dem Bau der Autobahn A9 weichen muss. Dank der Entschädigung der Nationalstrassen, der finanziellen Unterstützung der Gemeinden, Kraftwerke und Sponsoren, aber vor allem auch durch den grossen Einsatz freiwilliger Helfer, konnte eine moderne, den künftigen Anforderungen gerecht werdende Anlage gebaut werden. In der Fischzucht sollen ab dem nächsten Jahr Massfische und rund 600'000 Sömmerlinge für den Besatz der Oberwalliser Gewässer aufgezogen werden. Dass diese Absicht nicht nur von einiger Bedeutung für die Sektion, sondern auch für die Fischerei im ganzen Kanton ist, davon zeugte auch der grosse Aufmarsch der versammelten Fischereiprominenz. Bleibt der Sektion zu wünschen, dass sie auch in Zukunft weiterhin von Mitgliedern mit derart viel Enthusiasmus und Überzeugung für die Fischerei unterstützt wird.

Fotos (zur Verfügung gestellt von Tscherry Ursula, Baltschieder)


20. Juli, Freundschaftsfischen CH <-> I der Sektion Entremont auf dem Grossen St. Bernard
Da die Grenze zwischen der Schweiz und Italien durch den See des Grossen Sankt Bernard verläuft, ist dieser normalerweise für die Fischerei gesperrt. Um die Freundschaft zwischen den Fischern beidseits der Grenze zu besiegeln, wird der See jedes Jahr für 2 Tage zu einem Freundschaftsfischen freigegeben.
Auch dieses Jahr fanden sich etwa 80 Fischer bei tollen äusseren Bedingungen zu diesem Treffen ein. Auch wenn die Aktivität der Fische zu wünschen übrig liess, verbrachten die Fischer einen unvergesslichen Tag mit südlichem Ambiente.
Fotos


13. Juli, Eröffnungsfischen der Sektion Brig am Rotelsee - Simplonpass
Bilder die man gerne sieht: Trotz Regen, nasskaltem Wetter und zeitweise stockdickem Nebel fanden rund 50 unverdrossene Fischerinnen und Fischer den Weg zum Rotelsee, zur traditionellen Saisoneröffnung der Sektion Brig auf den Simplonpass. Dass eine junge Frau mit ihrer tollen Regenbogenforelle (wohlver-standen mit dem "Cadre" gefangen), den anwesenden Petrijüngern eine gehörige Lektion erteilt hat, freut zumindest den Autor dieses Artikel und lässt ihn heimlich auf den Stockzähnen lachen.
Ein grosses Dankeschön gebührt der Sektion Brig für die tolle Organisation. Bei diesem Wetter, auf einer Höhe von über 2000 m.ü.M. beileibe keine Selbstver-ständlichkeit.
Bravo.
Fotos


12. Juli, Verschmutzung des Kanals Sion-Riddes
Trotz schlechtem Wetter und anhaltenden Regenfällen wagten sich heute Morgen einige Fischer schon früh an den Kanal Sion-Riddes, um ihrem liebsten Hobby, der Fischerei, zu frönen. Dass sie den Kanal schon wenig später mit grosser Verärgerung verliessen, hatte nur indirekt mit dem schlechten Wetter zu tun. Nach 2003 wurde der Kanal, der von den Petrijüngern vor einigen Jahren in mühseliger Arbeit mit Erfolg renaturiert wurde, vermutlich erneut mit Abwässern verschmutzt. Dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten des WKSFV, die sich zusammen mit der Dienststelle für Umweltschutz zur Schadensaufnahme vor Ort begaben, zeigte sich jedenfalls ein trauriges Bild. Wenige Meter oberhalb der Kläranlage von Chateauneuf waren noch lebende Fische anzutreffen. Unterhalb der Kläranlage, entlang der Avenue Maurice-Troillet bis zur Morge waren auf einer Strecke von etwa 2 Kilometern alle Fische verendet. An den mit Schlamm verschmutzen Ufern war noch klar zu sehen, dass der Wasserstand des Kanals in der Nacht um etwa 40 cm höher war. Die mit diversen Hygieneartikeln „verzierten“ Sträucher und Büsche die über das Wasser ragten und das teilweise noch stinkende Wasser, liessen klar vermuten, dass der Kanal erneut mit Abwasser verschmutzt wurde. Die Fischer fragen sich mit Recht, wie oft dieses leidige Szenario noch wiederholt werden muss bis endlich etwas unternommen wird.
Wir werden sehen.
Fotos (nur ein kleiner Teil)


14. Juni, 1. Informationstag des WKSFV: Wenn Fischer die Schulbank drücken
Im letzten Jahr war es dem Vorstand des WKSFV aus verschiedenen Gründen leider nicht möglich alle Sektionen, wie geplant, einmal zu besuchen. Weil es dem Verband ein grosses Anliegen ist, seine Mitglieder zu kennen und den Kontakt unter den Sektionen zu fördern, hat der Vorstand dieses Jahr den Spiess kurzerhand umgedreht und alle Sektionen zum ersten Informationstag des WKSFV an den Vereinsteich der Sektion Conthey eingeladen. Am frühen Morgen wurde eine der zweimal jährlich stattfindenden Präsidentenversammlungen abgehalten. Anschliessend hatten die eingeladenen Experten das Wort:
Eröffnet wurde der Vortragsreigen von Frau Romaine Perraudin, Biologin bei der kantonalen Dienststelle für Strassen- und Flussbau. Sie zeigte in einem sehr schön illustrierten Vortrag den aktuellen Projektstand der 3. Rhonekorrektion und die Pläne für die Zukunft auf, die bei den Petrijüngern berechtigte Hoffnungen auf eine bessere Fischerei in der Rhone weckten. Der zweite Vortrag von Herrn Guy Périat, Biologe bei der Schweizerischen Fischereiberatungsstelle FIBER, verlief etwas weniger ruhig. Entgegen der Meinung vieler Fischer und anderer, den Bundesämtern weniger nahe stehenden Experten, forderte er in seinem Vortrag zur Frage „Besatz oder Renaturierung?“ den Besatz in Gewässern mit guter Naturverlaichung völlig einzustellen. Einen höchst interessanten Kontrast zu diesen Äusserungen stellte die Führung von Herrn Alain Thiéssoz, Förster, Praktiker und ausgewiesener Kenner der Walliser Fischerei an den Kanal von Sion-Riddes dar. Der Kanal wurde unter seiner Leitung, zusammen mit freiwilligen Helfern aus der Fischereisektion Conthey, mit einfachsten Mitteln und kleinstem Budget renaturiert und gilt heute dank Renaturierung und (!) Besatz als einer der Hotspots der Walliser Sportfischerei. Besonders gespannt waren die anwesenden Sektionspräsidenten auch auf den Vortrag von Herrn Yvon Crettenand, Biologe bei der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere zum neuen Besatzplan der Walliser Fischereigewässer. Der zur Vernehmlassung in den Sektionen fertig gestellte Entwurf des Besatzplans sieht vor, die Defizite eines Gewässers nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht stärker zu kompensieren, sprich nicht mehr Fische einzusetzen, als der Ertrag eines natürlichen Gewässers zulassen würde. Ein fein auf das jeweilige Gewässer abgestimmter Besatz mit Vorsömmerlingen, Sömmerlingen und Massfischen, eine gezielte Erfolgskontrolle und allenfalls nötige Anpassungen sollen in Zukunft der Natur aber auch den Interessen der Fischer Rechnung tragen.
Bereits während den Vorträgen strich den Teilnehmern des 1. Informationstages des WKSFV ein feiner Duft um die Nase. Vor der Fischerhütte drehte nämlich schon seit dem frühen Morgen ein ganzes Wildschwein am Spiess am offenen Feuer. Verantwortlich für die Organisation des Rahmenprogramms des Anlasses war Philippe Darioly, Vizepräsident des WKSFV, der wie gewohnt Gaumen und Geist zu verwöhnen wusste. So konnten die Teilnehmer den Nachmittag bei bester Bewirtung mit Fischen am Teich oder ganz einfach mit Gesprächen und Gedankenaustausch verbringen. Abgerundet wurde der Tag, der nächstes Jahr mit Sicherheit wiederholt werden wird, mit einem feinen Raclette und ungeheuerlichen Fischergeschichten bis tief in die Nacht.
Fotos


7. Juni, Eröffnung Euro08
Unser Beitrag.....
ohne Worte.....


1. Juni, Bergsee- und Bergbacheröffnung
Für einmal wurden die Fischer von ihrem Schutzpatron Petrus kläglich im Stich gelassen. Viele Bergseen waren wegen der starken Schneefälle des letzten Winters kaum erreichbar und noch immer mit einer dicken Eisschicht überzogen. Wer auf einen Bergbach ausweichen wollte, wurde ebenfalls bitter enttäuscht. Schon einige Tage vor der Bergsee- und Bergbacheröffnung setzte eine starke Schneeschmelze mit gleichzeitigen Regenfällen ein. Die hoch gestiegenen Bäche führten viel Geschiebe mit und im Simplongebiet wurden ob der herunter-stürzenden Wassermengen (220 l / m2 innert weniger Tage!) gar Erinnerungen an die vergangenen grossen Unwetter wach. Umso lobenswerter die Fischer, die sich trotz des schlechten Wetters und wenigen Fängen ihre gute Laune nicht nehmen liessen und sich wie hier in Leukerbad zu einem feinen Fondue unter Freunden trafen. Wie heisst es doch so schön: FIGUGEGL, Fondue isch guet und git e gueti Luune.


17. Mai, Delegiertenversammlung und Festakt zum 125-Jahr-Jubiläum des SFV in Interlaken
Zur Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fischerei-Verbandes hatten sich 110 Delegierte und viel Fischereiprominez aus nah und fern im schönen Theatersaal des Casino Kursaal in Interlaken eingefunden.
Zentralpräsident Werner Widmer führte zügig durch die sehr ruhige Versammlung. Hauptgeschäft des Geschäftsjahres war bestimmt die politische Weiterführung der Volksinitiative "Lebendiges Wasser". Viel Arbeit wurde aber auch in den Kernbereichen Prädatorenproblematik und Sachkundenachweis geleistet. Um diese Arbeit auch in Zukunft effizient weiterführen zu können, stimmten die Delegierten der Absicht zu, den Mitgliederbeitrag ab 2010 zu erhöhen.
Gespannt warteten die Anwesenden auf Bundesrat Moritz Leuenberger, der als Festredner für die Eröffnung des Jubiläumsakts 125 Jahre SFV gewonnen werden konnte. Wie gewohnt wusste Bundesrat Leuenberger rhetorisch zu überzeugen und neben viel Lob für die Fischer und deren Einsatz für die Gewässer wurden auch einige feine, sprachliche Seitenhiebe verteilt. So unter anderem auch an die Walliser Fischer: "Jetzt habe ich extra für die Walliser Fischer den Neat-Tunnel gebaut und sie sind noch immer nicht im SFV."
Fotos


16. Mai, Analysen von PCB in Walliser Fliessgewässern, Keinerlei Einschränkungen für die Fischerei
(I-VS).- Die Analyse von 27 Fischen aus verschiedenen Walliser Fliessgewässern und von 10 Fischen aus Fischzuchten, die der Wiederbevölkerung der Gewässer dienen, liefert die folgenden Ergebnisse: nur ein einziger Fisch wies eine geringfügige Überschreitung des europäischen Grenzwertes für PCB vom Typ Dioxin auf. Alle anderen Fische entsprechen dieser Norm, mit besonders geringen Belastungen bei Fischen aus Fischzuchten und Bergbächen. Beim gegenwärtigen Untersuchungsstand kann im Kanton die Fischerei weiterhin ohne Einschränkungen ausgeübt werden. Medienmitteilung


13. Mai, Öffentliche Auflage des Gesamtprojekts der 3. Rhonekorrektion
Heute stellte der Kanton Wallis das Gesamtprojekt der 3. Rhonekorrektion von Gletsch bis zum Genfersee vor. Vordingliches Ziel ist es, die Rhone auf einer Länge von 160 km sicherer zu machen. Das 1.5 Milliarden Franken teure Projekt sieht aber auch vor, die Umweltbedingungen oder etwa die touristische Attraktivität zu verbessern. Der Gesamtplan liegt bis zum 30. September 2008 in den Gemeinden öffentlich auf.
Wir Fischer sind nun aufgefordert, die Dossiers genau zu studieren, unsere Anliegen und Verbesserungsvorschläge für die Umweltmassnahmen und damit für die Fischerei zu sammeln und gezielt einzubringen. Fangen wir an. Heute.
Rhonekorrektion


4. Mai, Fischerfest der Sektion Monthey in Illarsaz
Am Sonntagmorgen, um 3 Uhr, wurde manch ein Petrijünger aus seinen schönsten Träumen gerissen. Grund dafür war das Fischerfest der Sektion Monthey, welches traditionsgemäss bereits um 5 Uhr morgens beginnt. Während sich die neu eintreffenden Fischer ihre Angelplätze am Teich des Fliegenfischervereins „La Sablière“ aussuchten, überboten sich die Frühaufsteher am Buffet bereits mit kernigen Sprüchen. Pünktlich um 6 Uhr war es soweit. Mit einem lauten Pistolenschuss wurde den ungeduldigen Fischern der Start zum Fischen angekündigt. Wenn 130 Fischer in der Morgendämmerung ihre Köder auswerfen gibt es natürlich nicht nur Fische, sondern auch viele gekreuzte Schnüre und entsprechend schöne Knoten zu bewundern. Rote Köpfe gab es deswegen allerdings nicht. Der Grund war die Sonne, die den Fischern den ersten offiziellen Sommertag mit Temperaturen von mehr als 25°C bescherte.
Fotos
Club de pêche à la mouche "La Sablière".


30. April, die neue Tierschutzverordnung (TSchV) beinhaltet eine einschneidende Änderung für Fliegenfischer
Die neue Tierschutzverordnung TSchV, welche ab dem 1. September 2008 in Kraft tritt, beinhaltet eine Reihe von Neuerungen, die aus der Sicht der Fischer von Bedeutung sind. Die Verbote von Widerhaken und lebenden Köderfischen dürften schon vielen Fischern bekannt sein.
Neu gelten aber auch weitere Bestimmungen. Besonders einschneidend und umstritten dürfte Artikel 23 sein, der das Zurücksetzen von Fischen auch für Fliegenfischer verbietet. Neben den Fischern (SaNa) müssen neu auch Aufzuchtsverantwortliche über Erfahrung oder eine entsprechende Ausbildung bei der künstlichen Reproduktion von Fischen haben:

Artikel 23: Verbot Fische wieder freizulassen (Catch & Release)
Artikel 27 und 196 Ausbildungspflicht für Aufzuchtsverantwortliche
Artikel 97, 98, 99, 100 Umgang, Haltung und Fang von Fischen und Krebsen
Artikel 156 Transport von Fischen
Artikel 184 Töten von Fischen

Tierschutzverordnung (TSchV)
Erläuterung der Bestimmungen

Fische: Was sich mit der TSchV ändert


28. April, Fischsterben im Totensee (Grimsel)
Gemäss heutiger Medienmitteilung dürfen die Fischer zumindest darauf hoffen, dass im Totensee in den nächsten Jahren ein "angepasster" Fischbesatz erfolgen wird.
Als wahrscheinlichste Ursache für das Fischsterben im Totensee bezeichnet der von der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere in Auftrag gegebene Expertenbericht einen vorübergehenden Sauerstoffmangel der bei besonderen Wetterlagen durch Algen verursacht werden kann. Da die Algenproduktion durch Abwässer günstig beeinflusst wird, sollen gemäss Verfügung des Kantons die verunreinigten Siedlungswasser zudem ab Ende 2008 nicht mehr in den See fliessen.
Medienmitteilung Schlussbericht


27. April, grosses Wettfischen der Sektion Leuk in Salgesch
Auch dieses Jahr nahmen mehr als 70 Fischer am grossen Wettfischen der Sektion Leuk im Teich "l'Amicale de Sierre" in Salgesch teil. Während für die meisten Teilnehmer bei diesem tollen Fischerfest die Pflege der Kameradschaft und das gemütliche Beisammensein im Vordergrund stehen, ist es für manche Fischer der Tag an dem sie sich mit den wahren Cracks der Szene messen können.
Fotos


24. April, Sportfischerbrevet 2008
Alle Fischer, die in den letzten fünf Jahren kein Fischereipatent gelöst haben, oder nicht im Besitz des Schweizerischen Sportfischerbrevets sind, müssen ab 2009 zum Bezug eines Patentes obligatorisch einen so genannten Sachkundenachweis erbringen.
So gesehen war es natürlich wenig erstaunlich, dass sich auch dieses Jahr gegen 200 Fischer zu den Brevetierungs-kursen in Brig, Martigny und Sierre angemeldet hatten. Besonders erfreulich war es, dass nicht nur "alte Füchse" sondern auch fast alle Jungfischer die Prüfung mit Bravour und berechtigtem Stolz bestanden hatten.
Herzliche Gratulation und ein grosses Petri Heil.


19. April, Oberwalliser Jungfischerkurs
Wieder einmal meinte Petrus es gut mit seinen Jüngern. Bei wunderschönem Frühlingswetter und Temperaturen um 20°C fanden sich rund 25 Teilnehmer zum diesjährigen Jungfischerkurs der Oberwalliser Fischereisektionen in der Fischzucht in Visp ein. Nachdem der Kurs erstmals für Jungfischer zwischen 12 und 99 Jahren ausgeschrieben wurde, fanden sich zum Erstaunen der Organisatoren tatsächlich auch einige ältere Jungfischer ein. Deren Echo war durchwegs positiv. Gelobt wurde insbesondere, dass am Kurs nicht nur trockene Theorie, sondern viel praktisches Wissen für den baldigen Einsatz am Wildwasser vermittelt wurde.
Nächstes Jahr, wenn die neue Fischzucht der Sektion Visp eröffnet ist, hoffen die Organisatoren, den Kurs wiederum ohne Teilnehmerbeschränkung durchführen zu können. Fotos Lehrmittel Jungfischerkurs


12. und 13. April, Fliegenfischerkurs des Oberwalliser Fliegenfischervereins
Präsident Abgottspon Ernst konnte am Samstag Morgen etwa 25 Fischer am Teich Gravi in Niedergampel zum Oberwalliser Fliegenfischerkurs begrüssen. Während sich die Anfänger am Samstag unter fachkundiger Anleitung der Experten mit Trockenübungen auf der grünen Wiese begnügten, zog es die Profis trotz niedriger Temperaturen an den Rotten. Am Sonntag durften endlich auch die geübten Anfänger am Teich ihr Glück versuchen. Auch wenn sie die meiste Zeit noch mit dem Entwirren der Fliegenschnur aus Gebüschen, Haaren und Bäumen verbrachten, konnten bald mit einigem Stolz die ersten Fänge verzeichnet werden. Klar, dass in diesen zwei Tagen nicht aus jedem Fischer ein geübter Fliegenfischer wurde. Was vor allem zählte, war das gemütliche Beisammensein, das Fachsimpeln mit Experten und die tolle Stimmung unter den Fischern und ihren Begleitern. Fotos


5. April, traditioneller Ausflug der Sektion Raron nach Feriolo
Ein besonderes Highlight im Jahreskalender der Sektion Westlich-Raron stellt der zur Tradition gewordene Vereinsausflug nach Feriolo dar. Auch dieses Jahr reisten etwa 30 Petrijünger in ausgelassener Stimmung frühmorgens von Raron in Richtung Italien ab. Ziel war der Lago Betulle, ein grosser, schöner Forellenteich inmitten von Feriolo. Am Morgen wurde intensiv gefischt und deshalb war es wenig verwunderlich, dass bereits beim Mittagessen im Gartenrestauarant am Teich erste Geschichten von sagenhaften Fängen die Runde machten. Das gute Mittagessen, ein paar Gläser Rotwein und ein Coretto-Grappa trugen das ihre dazu bei, dass die Fische gegen Abend immer grösser und die Stimmung immer ausgelassener wurden. Kurzum, ein toller Tag, den die Rarner Fischer nicht so schnell vergessen werden.
Fotos


15. März, endlich, die " Fischbabys" sind da
Im März warten die Fischervereine des Kantons Wallis mit einiger Spannung auf die Lieferung der Bachforellenbrütlinge. Rund 1.5 Millionen Brütlinge werden in den Fischereisektionen während etwa 3 Monaten sorgsam zu Sömmerlingen aufgezogen und anschliessend von zahlreichen freiwilligen Helfern in die rund 150 Fischereigewässer im ganzen Kanton verteilt. Mit dem Besatz von Jung- und Massfischen stellen die Walliser Fischer den Bestand an Fischen in unseren Gewässern sicher und ermöglichen damit sich selbst, einigen Tausend anderen Petrijüngern und nicht zuletzt auch zahlreichen Touristen und Tagesausflüglern unvergessliche, aktive Stunden in freier Natur. Fotos


5. März, Medienkonferenz des WWF und des WKSFV zur Dritten Rhonekorrektur
Heute luden der WWF und der Walliser Fischerverband zu einer vielbeachteten Medienkonferenz ein. Grund dafür war, dass das generelle Projekt zur Dritten Rhonekorrektur ab Mai 2008 in die Vernehmlassung gehen soll, damit sich alle interessierten Kreise dazu äussern können. Der Walliser Fischerverband und der WWF wollten nicht so lange warten und bereits an der vorgezogenen Pressekonferenz erste wichtige Bemerkungen anbringen. Zur Erhöhung der Sicherheit und zur Schaffung neuer, naturnaher Gebiete wurden 15 grossräumige Rottenaufweitungen gefordert. Die Wehre von Lavey und Susten sollten nun endlich aufgehoben oder mit geeigneten Fischtreppen ausgerüstet werden, damit die Fische wieder frei wandern und ihre Laichplätze in den neuen Rottenaufweitungen und den in Zukunft besser vernetzten Seitengewässern aufsuchen können. Eine gemeinsame Informationsbroschüre mit den wichtigsten Forderungen und deren Auswirkungen für die Natur, die Fische und die Menschen am Rotten wird in den nächsten Tagen auch allen Fischern zugestellt.

Rottenflyer Pressemitteilung WKSFV Info Fischer


2. März, Eröffnung Rhone und Talbäche
Einige Ausläufer des Sturmtiefs „Emma“ machten am Morgen zahlreichen Fischern die Würfe nach der ersten Forelle noch schwer. Mit dem nachlassenden Wind und den steigenden Temperaturen hoben sich auch die Stimmung der Fischer und die Bissfreude der Fische.
Schon vor dem Mittagessen kursierten Gerüchte, wonach im Oberwallis einzelne Forellen von mehreren Kilogramm Gewicht gefangen wurden. Wie bei Fischern fast nicht anders zu erwarten, wurden die Aussagen am Mittag etwas relativiert. Die Fische waren zwar kleiner als behauptet, dafür zum Teil schon längere Zeit wildlebend und dadurch von besonderer Schönheit. Zahlreiche Fischerfeste fanden bereits im Freien statt und vielerorts wurde bei einem guten Glas Wein auf alte Geschichten und neue, grosse Erwartungen angestossen.
Fotos


20. Februar, Sponsoring – Konzept für die neue Fischzucht der Sektion Visp angelaufen
Seit einigen Tagen ist das Sponsoring – Konzept für die neue Fischzuchtanlage der Fischereisektion Visp in Baltschieder angelaufen. Für den Abbruch der alten Fischzucht, der durch den Bau der Autobahn nötig wurde, und den Aufbau der neuen Fischzuchtanlage in Baltschieder haben die A9 und die SBB die abgemachten Entschädigungen bezahlt. Die Fischer der Sektion Visp leisten sehr viel Eigenarbeit und der Walliser Kantonale Sportfischer Verband hat der Sektion ein zinsloses Darlehen gewährt.
Trotzdem klafft bei der Finanzierung der neuen Fischzucht eine Lücke von 120'000 Franken, welche insbesondere auf unerwartet hohe Bodenpreise und den Bau einer relativ langen Rohrleitung für die Wasserzufuhr zurückzuführen ist. Weitere Infos


16. Februar, Delegiertenversammlung des WKSFV in Ayent
Am 16. Februar hielt der WKSFV seine Delegiertenversammlung in Ayent / St. Romain ab. Über 90 Delegierte aus 13 Sektionen und mehr als 30 Gäste nahmen an der Versammlung teil.
Verbandspräsident Stefan Wenger lud die Anwesenden zusammen mit seinen Vorstandskollegen zu einer „virtuellen Bootsfahrt“ auf die Rhone ein. Auf dieser Reise wurden den Gästen in einem reich bebilderten Jahresbericht, der in deutscher und französischer Sprache abgehalten wurde, die wichtigsten Verbandstätigkeiten näher vorgestellt.
Grosse Themen des vergangenen Jahres waren die Verschmutzung des Laldnerkanals, das Postulat zum Schutz der Äsche, die Motion für den Walliser Revitalisierungsfonds, die Ausarbeitung des neuen Walliser Fischereibesatzplans und der Sachkundenachweis der ab 2009 zum Bezug von Fischereipatenten erbracht werden muss.

Die Delegierten mussten an der Jahresversammlung zudem darüber befinden, welche Vorschläge aus den Sektionen dem Staatsrat für den neuen 5-Jahres-Beschluss für 2009- 2014 unterbreitet werden sollen. Folgende Beschlüsse wurden gefasst:

  • Schaffung eines Fischereireservats in der Printze
  • Schaffung eines Fischereireservats im Kanal Sion-Riddes
  • Abschaffung der maximalen Hakengrösse von 12 mm
  • Schliessung aller Teiche der Talebene (nicht nur Mangettes, Rosel und Illes) erst Ende November
  • Verbot von Booten auf dem Lac de Louvie
  • Schliessung der Talbäche (jene die mit der Rhone im März eröffnet werden)erst Ende Oktober

Page Michel wurde vom Verband für seine langjährige Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt.

Das feine Apéritif der Gemeinde Ayent, die ausgezeichnete Küche und die tolle Organisation des Anlasses durch die Sektion Hérens trugen viel zur gemütlichen Atmosphäre und zur Pflege der Kameradschaft bei angeregten Gesprächen bei. Jahresbericht


9. Februar, Rätsel um Fischsterben im Totensee gelöst
Wie der Chef der kantonalen Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere, Peter Scheibler heute im Walliser Bote bekannt gab, ist das Rätsel des Fischsterbens vom Herbst 2006 im Totensee gelöst. Algen, die entweder Blausäure gebildet, oder dem Wasser den Sauerstoff entzogen haben, sollen die Ursache für das Sterben des gesamten Fischbestandes gewesen sein. Somit kann der Schlussbericht der nun verfasst wird, wohl alle Spekulationen wie die Einwirkung von Gift, von Strom, von Abwässern oder gar Sprengstoffrückständen widerrufen. Bleib zu hoffen, dass der schöne Bergsee bald wieder mit Fischen besetzt werden kann.