News zur Walliser Fischerei 2010

25. Dezember 2010, William Bressoud im Alter vom 86 Jahren verstorben

Am Weihnachtstag 2010 ist William Bressoud aus Vionnaz nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter vom 86 Jahren verstorben. Viele Fischer kannten William Bressoud nicht nur als eine der herausragenden Persönlichkeiten in der Walliser Fischerei, sondern auch als äusserst liebenswerten Menschen. Während 12 Jahren, von 1987 bis 1999 stand William Bressoud dem Walliser Kantonalen Sportfischer-Verband als weitsichtiger Präsident vor. Die Ernennung zum Ehrenpräsident des Verbandes betrachtete Willi, wie ihn viele Fischer liebevoll nannten, nicht nur als grosse Ehre sondern auch als Pflicht. Kaum eine Versammlung, an der er nicht das Wort ergriff und mit viel Hingabe und Stolz seine grosse Passion, die Fischerei, verteidigte. Während siebzig Jahren, ohne Unterbruch, löste Willi sein Jahrespatent. So war es kaum verwunderlich, dass wir uns zusammen mit Willi immer viele lustige Fischergeschichten zu erzählen hatten. Nun hat Willi seine Angelrute endgültig abgelegt und die Geschichten verklingen leise. Bleiben werden uns die vielen guten Erinnerungen an einen lieben Freund und einen passionierten Fischer.


22. Dezember 2010, Freudentag für die Oberwalliser Fischer

An seiner Sitzung vom 22. Dezember 2010 hat der Staatsrat des Kantons Wallis dem langjährigen Wunsch vieler Fischer entsprochen und den „Volkigillo“ in der Talebene zwischen Raron und Visp, ins öffentliche Fischereiregal übernommen. Konkret heisst dies, dass alle Fischer mit einem kantonalen Fischereipatent vom ersten Sonntag März bis am letzten Sonntag November am Teich fischen dürfen. Die neue Regelung bringt den Oberwalliser Fischern eine Reihe von Vorteilen. Am einzigen öffentlichen Teich im Oberwallis können nun auch ältere Fischer bis Ende November in ihrer Region problemlos ihrem Hobby frönen. Bei entsprechender Bewirtschaftung bietet der Teich zudem die einzigartige Möglichkeit, auch auf andere Fischarten als auf Forellen angeln zu können. Besonders freuen dürften sich auch die Organisatoren des Oberwalliser Jungfischerkurses. Endlich steht ihnen ein zentral gelegener Standort mit genügend Platz zur Verfügung um die vielen Jung- und Neufischer fachgerecht in die Angelpraxis einführen zu können.


12. November 2010, Fertigstellung der fischereilichen Gewässeraufwertung der Vieille Sarvaz und des Torrent du Moulin

Die Idee der Fischer der Sektion Martigny, einen Teil der Vieille Sarvaz und des Torrent du Moulin im Rahmen eines laufenden Renaturierungsprojektes noch zusätzlich für die Fische zu verbessern, konnte diesen Freitag, nach nur zwei Wochen Bauzeit, umgesetzt werden. Damit das schöne Projekt realisiert werden konnte, war allerdings einige Vorarbeit nötig. Zuerst wurde das Ingenieurbüro für Wasserökologie Etec beauftragt, die Ideen der Fischer auf Papier zu bringen. Dann galt es für den Fischerverein des Bezirks Martigny und den WKSFV, die Gemeinde Saillon und die zuständigen kantonalen Dienststellen vom Projekt zu überzeugen, die nötigen Bewilligungen einzuholen und die Finanzierung sicher zu stellen. Jetzt endlich konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden, die dem Gewässer mehr Struktur geben sollten. Für die Fische wurden neue Verstecke und zusätzliche Kiesbänke zum Ablaichen geschaffen. Heute, im internationalen Jahr der Biodiversität, präsentieren sich die Vieille Sarvaz und der Torrent du Moulin als kleine, fischereiliche Juwele, die hoffentlich weit über die Grenzen der Gemeinde Saillon als gutes Beispiel für eine gelungene Renaturierung und eine fischereiliche Gewässeraufwertung leuchten werden.
Wir danken der Gemeinde Saillon für die tolle Zusammenarbeit, den kantonalen Dienststellen für Fischerei und Flussbau und dem Bundesamtes für Umwelt für die tatkräftige Unterstützung, dem Büro Etec für die seriöse Projektierung und die engagierte Bauleitung, der Unternehmung ChabConstruction für die feinfühlige Ausführung der Arbeiten und den lokalen Fischern für die Mitarbeit und Beratung vor Ort.
Fotos


30. Oktober 2010, die Delegierten des SFV stimmen dem Beobacherstatus des WKSFV zu

Am 30. Oktober 2010 hielt der Schweizerische Fischerei-Verband SFV in Zürich seine Delegiertenversammlung ab. Neben wichtigen Themen wie der Resolution „Lebendiges Wasser braucht mehr Raum“ stand bereits einen Monat nach dessen Eingabe auch das Gesuch des WKSFV um Beobachterstatus beim SFV zur Debatte. Einleitend stellte sich der WKSFV, vertreten durch Präsident Stefan Wenger und Sekretär Bernard Broye, in einer kurzen Präsentation gleich selber vor. Dabei wurden die Synergien hervorgehoben, die bei einem allfälligen Wiedereintritt des WKSFV in den SFV für alle Beteiligten genutzt werden könnten. Dem Vortrag des WKSFV spendeten die Delegierten einen warmen Applaus. Daraus leitete Verbandspräsident Roland Seiler ab, dass der SFV froh sei, wenn sich der WKSFV durch sein Gesuch nach mehr als 30 Jahren Absenz wieder mit dem SFV verloben möchte. Er würde sich freuen, wenn sich die Delegierten des WKSFV, wie es sich bei einer echten Freundschaft gehört, auch bald zur Hochzeit mit dem SFV entschliessen könnten. Entsprechend stimmten die Delegierten des SFV dem Gesuch des WKSFV um Beobachterstatus per Akklamation einstimmig zu.
Präsentation WKSFV
Schweizerische Fischereizeitung


27. September 2010, WKSFV stellt Gesuch um Beobachterstatus beim Schweizerischen Fischerei-Verband SFV

Der Wiedereintritt des WKSFV in den SFV ist für die Fischer in unserem Kanton seit Jahren ein heftig diskutiertes Thema. Anstehende Gesetzesänderungen und geplante Grossprojekte bieten den Walliser Fischern in naher Zukunft grosse Chancen, bergen aber auch grosse Risiken.
Der Boom der Kleinwasserkraftwerke, die Umsetzung des neuen Gewässerschutzgesetzes, anstehende Gewässersanierungen, der Heimfall von Kraftwerkskonzessionen und die geplante 3. Rhonekorrektion sind nur einige Beispiele dafür. Wir sind überzeugt, dass unser Verband bei derart wichtigen Themen auf die Erfahrung und die Unterstützung anderer Verbände zählen und Synergien nutzen sollte. Wir möchten auch unsere eigenen Ideen und Meinungen in die schweizerische Fischereipolitik einbringen und die Solidarität und die Freundschaft mit anderen Fischern in der Schweiz pflegen. Deshalb haben wir an der Vorstandssitzung vom 23. September 2010 beschlossen, ein Gesuch um Beobachterstatus beim SFV zu beantragen. Damit bekunden wir auch unsere Absicht, dem SFV unter Vorbehalt der Zustimmung unserer Delegierten in naher Zukunft beizutreten.


24. September 2010, Für naturnahe Gewässer: Geändertes Gewässerschutzgesetz ab Januar 2011 in Kraft

Der Bundesrat setzt das geänderte Gewässerschutzgesetz per 1. Januar 2011 in Kraft. Es legt fest, dass Fliessgewässer und Seen in der Schweiz naturnaher werden müssen. Das revidierte Gewässerschutzgesetz ist eine der wichtigsten Etappen im Gewässerschutz der Schweiz. Gegenwärtig sind im Mittelland rund 40 Prozent der Fliessgewässer verbaut, im Siedlungsgebiet gar über 80 Prozent. In mehr als 90 Prozent aller nutzbaren Gewässer wird Energie gewonnen. Gewässer brauchen wieder mehr Raum, damit sie ihre natürlichen Funktionen ausüben können. Die Änderungen im Gewässerschutzgesetz sind eine wichtige Vorraussetzung dafür, dass Fliessgewässer und Seeufer in der Schweiz wieder naturnaher werden und als artenreiche Lebensräume ihren Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten können. Zudem wird ihr Nutzen für die Bevölkerung als Naherholungsgebiet und für den Tourismus gesteigert. Die Änderungen wurden als indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative „Lebendiges Wasser" vom Parlament im Dezember 2009 beschlossen. Daraufhin wurde die Volksinitiative zurückgezogen. Der Bundesrat hat am 24. September 2010 beschlossen das angepasste Gewässerschutzgesetz per 1. Januar 2011 in Kraft zu setzen

Pressemitteilung Bund


10. September 2010, Ausschreibung zur Angebotseinreichung Verpachtung der Fischereilichen Regalgewässer

Gemäss Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 über den Binnenmarkt (BGBM) und Art. 42 des kantonalen Fischereigesetzes vom 15. November 1996 (KFG) schreibt das Departement für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU) eine ganze Serie von Gewässern zur Vergabe aus. Die Einreichung der Angebote erfolgt mittels eingeschriebenem Brief an das Sekretariat der DJFW bis am 1. Oktober 2010 (Poststempel) mit dem Vermerk «Verpachtung » und dem «
Gewässernamen».

Liste der Gewässer (Amtsblatt des Kanton Wallis)


28. August 2010, Ausflug der Sektion Sierre nach Moiry

Am Samstag dem 28. August 2010 fand der traditionelle Auslug der Sektion Sierre nach Moiry statt. Nicht einmal der feuchte Tag konnte die rund 150 Petrijünger (mit Junioren) und die 30 Begleitpersonen vom Fischen und vom berühmten Ragout mit Polenta im Zelt abhalten. Gute Laune, eine gute Athmosphäre mit toller Stimmung und schöne Fische hinterliessen bei allen Teilnehmer gute Erinnerungen.
Fotos (2010 und 2009)


22. August 2010, Familienfischen der Sektion Leuk

Ein kleine, aber schlagkräftige Truppe von Fischern versammelte sich am frühen Morgen zum Familienfischen am Teich Russen in Salgesch. Gegen Mittag lockte das schöne Sommerwetter auch viele Familien an den Teich, die sich kulinarisch verwöhnen liessen. Die vielen anwesenden Kinder und Jungfischer waren wohl der beste Beweis dafür, dass sich dieser schöne Tag auch besonders für einen Familienausflug eignet.
Fotos


21. August 2010, Fischen ohne Grenzen

Am Samstag trafen sich auf dem Grossen Sankt Bernhard rund 100 Fischer zum traditionellen Fischen ohne Grenzen. Dieser wunderschöne Anlass soll die Freundschaft zwischen den Fischern des Aostatals und dem Wallis immer wieder aufs Neue besiegeln.
Nicht nur die vorbeifahrenden Touristen hatten ihre helle Freunde an den Fischern, auch Petrus schien sich mächtig an seinen Jüngern zu freuen. Er schenkte ihnen einen Bilderbuchtag mit vielen schönen Fängen und neue Freunde, die sie so schnell nicht vergessen werden.
Fotos


Einführung in die Fischerei im Bezirk Sierre

Zwischen dem 21. Juni und dem 12. August besuchten 109 Jugendliche aus der Region Sierre die Fischzucht der Sektion, wo sie sich am anliegenden Teich in die Freuden der Fischerei einführen lassen konnten. Dabei handelte es sich um Jugendliche aus der Orientierungsschule Goubing in Sierre, sowie aus dem Ferienpass von Chippis und Chalais. Leider musste der Besuch der Jugendlichen von Grône wegen starkem Regen abgesagt werden. Die freiwilligen Helfer setzten sich während 7 Veranstaltungen für einige Halbtage und einen ganzen Tag mit Verpflegung ein. Bravo für dieses tolle Engagement.
Fotos (2009)


1. August 2010, André Verdon im Alter vom 83 Jahren in Lausanne gestorben

Ein liebenswerter Mensch und eine grosser Fischer ist nicht mehr. Im Alter von 83 Jahren ist André Verdon, Leiter des Westschweizer Büros des Schweizerischen Fischereiverbandes und SaNa-Experte in Lausanne gestorben. André war ohne Zweifel ein echter Gentleman, mit dem man aber rasch und ungezwungen ins Gespräch kam.
Den Walliser Fischern war André als kompetenter und nachsichtiger Kursleiter für das Schweizerische Sportfischerbrevet bekannt, das 1982 erstmals von einem Romand abgelegt wurde. Seither leitete André die Vorbereitungskurse mit grosser Leidenschaft und viel Ausdauer.
Noch vor wenigen Tagen war André das letzte mal beim Fischen. Allerdings wollte er die Fische schon lange nicht mehr töten, da er sie mit jedem Tag noch edler und schöner fand. Die Flüsse und die Fische werden André und seine fruchtbare Leidenschaft die er ihnen entgegen brachte wohl nie vergessen.


26. Juni, Infotag WKSFV in Conthey

Nicht nur Bernard Pignat, Fischzüchter der Sektion Monthey, hatte sich riesig auf diesen besonderen Tag im Kalender der Walliser Fischereiverantwortlichen gefreut. Bevor die Referenten und Gäste zum 3. Infotag des WKSFV am Teich der Sektion Conthey eintrafen, war aber für die 12 anwesenden Sektionen und den Vorstand des WKSFV einige Arbeit angesagt: Galt es doch, als wichtigsten Punkt der Präsidentenversammlung, die Leistungsvereinbarungen zwischen den Sektionen und dem WKSFV zum neuen Besatzplan abzuschliessen und zu unterzeichnen. Kantonalpräsident Stefan Wenger und seine Vorstandskollegen zeigten sich nach der Versammlung sehr erfreut, dass zumindest die administrative Arbeit für die Einsetzung des neuen Besatzplans nach vielen Gesprächen und Sitzungen und dank ausgezeichneter Zusammenarbeit mit den Sektionen nun beendet werden kann. Besonders gespannt waren die Anwesenden auch auf die angekündigten Vorträge der eingeladenen Referenten. Alain Bregy, Elektroingenieur EPFL und Projektleiter bei der FMV lieferte in seinem Vortrag wichtige Informationen für die geplanten Kraftwerksprojekte in der Rhone, in Oberwald und Massongex. Yvon Crettenand, Biologe bei der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere und Pascal Dumusc, Präsident der Sektion Monthey zeigten am Beispiel zur Rettung der Walliser Seeforelle eindrücklich auf, wie sich Behörden und Fischer gemeinsam mit Erfolg für mehr Vielfalt in unseren Gewässern einsetzen können. Ernst Abgottspon vom Büro Pronat legte am Beispiel der Renaturierungen von Galdi- und Laldnerkanal die Chancen und Risiken für die Fischerei dar. Stefan König, passionierter Fischer und Vorstandsmitglied der Sektion Leuk, erklärte in einem interessanten Vergleich zwischen Pinzgau und Wallis, wie die Fischerei durch Kunstköderfischen auch im Wallis bereichert werden könnte. Besonders gefreut hat sich der Vorstand des WKSFV auch über den Besuch der Ehrenmitglieder und Gäste. Joseph Pralong, ehemaliger Fischzüchter des WKSFV, war mit 92 Jahren der älteste Teilnehmer am Infotag. William Bressoud, ehemaliger Präsident des WKSFV, der dieses Jahr sein 73. Fischereipatent gelöst hatte, war ebenfalls mit dabei. Zu den Gästen gehörten auch Peter Scheibler, Dienstchef der DJFW und der neue Fischereiverwalter Jonas Regotz, Olivier Dumas, Präsident der Vereinigung der Walliser Stromproduzenten, Charles Kull, Vizepräsident des SFV, mit seiner Partnerin Barbara und Fischzüchter Bernard Pignat.
An dieser Stelle sei der Sektion Conthey für die Gastfreundschaft und Philippe Darioly und Didier Vouillamoz im Namen aller Anwesenden für die tolle Organisation und den super Service gedankt.

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21. Juni, Move-On-Day der Orientierungsschule Naters

Heute besuchten im Rahmen des Move-On-Days 30 Schüler die Fischzucht Tünnel der Sektion Brig. Die Verantwortlichen Fischer setzten den Schwerpunkt des Tages am Ende eines strengen Schuljahres bewusst nicht auf allzu viel Theorie. Nachdem sich die interessierten Schüler aufmerksam einige Informationen zur Fischerei im Wallis angehört hatten, stand echte Fischereipraxis auf dem Programm. Anton Perrig, Fischzüchter der Sektion Brig, zeigte mit sichtlichem Stolz die Aufzucht seiner 100'000 Jungfische. Sektionspräsident Elmar Ruppen führte durch die Fischzucht und demonstrierte elektrisches Abfischen und den Transport der Fische zum Besatz der Gewässer. Beim Fischen am Teich wurde gezeigt, wie die Fische fachgerecht mit Netz gelandet, mit Betäubungsschlag und Kiemenschnitt getötet und anschliessend ausgenommen und zubereitet werden. Beim Essen der selbstgefangenen Fische war Zeit für manche Fachsimpelei und das Versprechen, dass die Fischer im nächsten Jahr gerne wieder ihren Beitrag zum Move-On-Day leisten werden.

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18. Juni, Bauabnahme renaturierter Ladnerkanal

In einer schlichten Feier lobten heute die Verantwortlichen den erfolgreichen Abschluss der Renaturierungsarbeiten für den Laldnerkanal. Das schöne Projekt zeigt in eindrücklicher Weise, welcher Mehrwert für die Fischerei, die Natur und erholungssuchende Menschen geschaffen werden kann, wenn alle Beteiligten am selben Strick in die selbe Richtung ziehen. Stefan Wenger, Präsident des Walliser Fischerverbandes strich in seiner Rede die Bedeutung von renaturierten Gewässern und die Schaffung von neuen Laichplätzen für die bedrohten Fischarten hervor. Er dankte der Gemeinde Lalden, dem WWF, dem Ingenieurbüro Pronat und den kantonalen Behörden für die tolle Zusammenarbeit und den Präsidenten der Fischereisektionen von Brig und Visp für die finanzielle Mitunterstützung des Projektes. Ausgerechnet im internationalen Jahr der Biodiversität haben die Walliser Fischer einmal mehr bewiesen, dass sie bereit sind, mit konkreten Projekten aktiv an der Verbesserung des Lebensraums der Fische mitzuwirken.

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Walliser Bote


10. Juni, mit der Moorgrundel ist eine weitere Fischart in der Schweiz ausgestorben

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Moorgrundel (Misgurnus fossilis) reicht vom Nordwesten Frankreichs bis zum östlichen Wolgagraben. In der Schweiz waren Vorkommen im Raum Basel bekannt. Diese sind später erloschen; gemäss Fischverbreitungsatlas kamen aber zwei Bestände im Rhonetal in der Nähe von Martigny dazu (aus nicht-kontrollierten Einsätzen). Für die Moorgrundel gilt deshalb der Artenschutzstatus "vom Aussterben bedroht" , und sie gehört damit zu den 506 Tier- und Pflanzenarten der Schweiz mit höchster Alarmstufe.
http://www.artenschutz.ch/cr1.htm
Auch auf europäischer Ebene steht es schlecht um die Moorgundel. Sie ist deshalb in Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU aufgeführt. Abklärungen in den letzten Tagen haben ergeben, dass es sich bei den Beständen im Rhonetal nicht um Misgurnus fossilis handelt sondern um Paramisgurnus dabryanus, eine aus Asien (Ostchina - Korea) eingeschleppte landesfremde Fischart. Wir müssen deshalb - im Jahr der Biodiveristät - leider feststellen, dass mit Misgurnus fossilis eine weitere Fischart der Schweiz als ausgestorben bezeichnet werden muss. Sie gesellt sich zu den 8 bereits ausgestorbenen Fischarten (Atlantischer Stör, Mittelmeer-Stör, Maifisch, Cheppia, Flussneunauge, Huchen, Lachs und Meerforelle).

BAFU Sektion Fischerei und aquatische Fauna


6. Juni, Fischereieröffnung in den Bergbächen und Bergseen

Der 1. Sonntag im Juni ist für viele der rund 3000 Walliser Petrijünger der mit Abstand wichtigste Tag im Jahr. Dann geht die lang ersehnte Fischerei in den Bergbächen und Bergseen los. Bereits ab 5 Uhr kann gefischt werden und wer an den begehrtesten Stellen sein Glück versuchen und möglichst alle 8 erlaubten Massfische fangen will, muss wirklich früh aus den Federn. Für die meisten Fischer stehen heute allerdings nicht mehr die gefangenen Fische, sondern die sportliche Betätigung in freier Natur im Vordergrund. Sie freuen sich, wenn sie einen Fisch trickreich zum Biss verleiten und ihre Lieben gelegentlich mit frischen Fischen verwöhnen können. Gross geschrieben wird bei der Fischereieröffnung auch die gute Kameradschaft und wie man an nebenstehendem Foto unschwer erkennen kann, der "Gedankenaustausch" unter den Fischern. Der Fischereidruck bei der Eröffnung ist insbesondere in den Bergbächen massiv. Die Bäche sind relativ rasch leergefischt und immer mehr Fischer fordern mit Recht, versuchsweise Strecken auszuscheiden, bei denen zum besseren Schutz der Jungfische nur noch mit Kunstköder gefischt werden darf. Allerdings würde dies wohl auch nur dann Sinn machen, wenn weiterhin released werden kann oder zumindest enge Fangfenster mit minimalen und maximalen Fanggrössen definiert würden.

Fotos


28. Mai, Jahr der Biodiversität - Projekt Rettung der Walliser Seeforelle

Unter der Leitung von Yvon Crettenand, Biologe bei der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere, fand heute im Rahmen des internationalen Jahres der Biodiversität unter beachtlicher Medienpräsenz ein Informationstag zum Projekt zur Rettung der Walliser Seeforelle statt, welches bereits 2007 ins Leben gerufen wurde.

In der Fischzucht der Sektion Monthey werden Seeforelleneier aus dem Kanton Waadt im Augenstadium angeliefert und dort zu Sömmerlingen aufgezogen. Bevor die jährlich 25'000 bis 50'000 Sömmerlinge in die beiden eigens für die Aufzucht von Seeforellen reservierten Kanäle Mangettes und Nant de Choex ausgesetzt werden können, müssen diese elektrisch abgefischt und die einjährigen Fische in den Stockalperkanal zum weiteren Aufwachsen verfrachtet werden. Diese Arbeit fand heute unter Mithilfe von Schülern aus Monthey, Mitgliedern der Sektion Monthey, Fischereiaufsehern und Verantwortlichen der DJFW und Vertretern des WKSFV statt.

Weil der Stockalperkanal in den Genfersee fliesst, können die erwachsenen Seeforellen in ihren bevorzugten Lebensraum abwandern und eines Tages hoffentlich wieder über den Kanal zurück in den Bezirk Monthey oder gar über den für 2015 - 2017 geplanten Fischpass in Lavey bis ins Oberwallis zum Ablaichen aufsteigen.
Dieses schöne Projekt zeigt einmal mehr, dass die Fischer nicht bloss an ihre Fänge denken und bereit sind, aktiv und mit grossem, persönlichem Engagement für mehr Artenvielfalt in unseren Gewässern einzustehen.

Artikel Nouvelliste
Reportage Canal9
Fotos


08. Mai, SFV-Petition: Rettet unsere Fliessgewässer

Mit der Petition wollen wir die besorgniserregende Lawine von nunmehr über 700 Kleinwasserkraftwerkprojekten stoppen, welche durch die "Kostendeckende Einspeisevergütung KEV" ausgelöst worden ist. Die Petition richtet sich bewusst sowohl an die Bundesbehörden wie auch an die Kantone, denn auf Kantonsebene wird in der Regel entschieden, ob ein neues Wasserkraftwerk gebaut wird oder eben nicht. (Originaltext SFV)

Weil im Wallis etwa 100 Kleinwasser-kraftwerke geplant sind, profitieren von der Petition des SFV insbesondere auch die Walliser Fischer.

Unter folgendem Link kann die wichtige Petition ganz einfach online unterschreiben werden.

Petition unterschreiben



17. April, Oberwalliser Jung- und Neufischerkurs

Am Samstag, dem 17. April 2010 fand beim Teich Gravi bei Niedergesteln der 6. Oberwalliser Jung- und Neufischerkurs statt, der gemeinsam von den Fischereisektionen Goms, Brig, Visp, Raron und Leuk organisiert wurde. Mehr als 60 Jung- und Neufischer hatten sich für den Kurs eingeschrieben und mit dieser Rekordbeteiligung wurden selbst die kühnsten Erwartungen der Organisatoren übertroffen. Wie üblich wurde am Morgen an verschiedenen Posten Materialkunde, Knotentechnik, Wurf- und Angeltechnik, Gesetzgebung und Sachkundenachweis, aber auch das tiergerechte Töten, Ausnehmen, Filtetieren und Zubereiten der Fische vermittelt. Eine besondere Herausforderung für die vielen Helfer war auch das Fischen am Teich, welches am Nachmittag angesagt war. Egal ob Mutter mit Sohn oder Vater mit Tochter, die vielen erwartungsvoll gespannten Teilnehmer mussten erst beruhigt und dann mit viel Fachkompetenz und Geduld betreut werden. Auch wenn dabei manch ein Helfer einen beachtlichen Teil seiner Haken und Schwimmer opferte und die Oberwalliser Fischervereine für den kostenlos angebotenen Tag einige Auslagen und viel Arbeit hatten, so freuen sie sich schon heute darauf, auch im nächsten Jahr wieder viele glückliche Jung- und Neufischer mit dem nötigen, praktischen Rüstzeug für die Fischerei aus dem Kurs entlassen zu können.

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Walliser Bote


24. März, Start der Fischerschule der Sektion Martigny

Bei sehr mildem Wetter konnte die Fischereisektion Martigny ihre 3. Ausgabe der Fischereischule starten.
Neu nehmen dieses Jahr auch Kinder aus den Bezirken Entremont, St-Maurice, Conthey und Sion teil.
Für die insgesamt 15 Schüler stehen 15 Lehrer zur Verfügung.
Schon der erste Tag der Ausbildung war für die Petrijünger etwas Besonderes. Sie erhielten ihre Fischerausrüstung, die sie am letzten Tag der Ausbildung mit nach Hause nehmen dürfen und prompt fing Aaron (Foto) damit eine schöne Regenbogenforelle von 56 Zentimeter Länge.
Der erste Tag war der Fischereiethik und dem Respekt vor dem Lebewesen Fisch gewidmet. Nach einer Portion Teigwaren Bolognese konnten die Kinder die Fischzucht besuchen wo erste Würfe mit der Rute geübt wurden und erste Kenntnisse von den verschiedenen Lebewesen unserer Gewässer vermittelt wurde. Am nächsten Ausbildungstag, der am 1. Mai stattfindet, wird den Jungfischern von professionellen Jagdaufsehern aus der Region der Inhalt des SaNa-Kurses und weiteres Wissen zur Fischerei vermittelt.


16. März, Spatenstich zur Renaturierung des Laldnerkanals

Jammern ist keine Strategie.

Unter diesem Motto hatte der Walliser Sportfischerverband WKSFV zusammen mit den Fischereisektionen Brig und Visp bereits 2009 beschlossen, das Renaturierungsprojekt des Laldnerkanals finanziell zu unterstützen und damit für 2010 ein Zeichen im Jahr der Biodiversität zu setzen.

Zusammen mit den Hauptverantwortlichen, der Gemeinde Lalden, dem WWF,
und der kantonalen Dienststelle für Wald und Landschaft, fand heute der Spatenstich für die Bauarbeiten statt, welche noch in diesem Sommer abgeschlossen werden sollen.

Der WKSFV wies bei dieser Gelegenheit auf die grosse Bedeutung von Renaturierungsprojekten für die Fische hin. Neue Laichplätze würden die natürliche Vermehrung der Fische begünstigen und Sträucher und Steine würden wertvolle Verstecke schaffen. Das Überleben einer der letzten Populationen von Dohlenkrebsen im Wallis könne nicht zuletzt dank der Unterstützung der Fischer gesichert werden und es sei zu hoffen, dass auch neuer Lebensraum für die Aesche, eine Fischart die im Oberwallis seit einigen Jahren ausgestorben sei, geschaffen werde.

Allerdings unterstrich der WKSFV einmal mehr, dass das beste Renaturierungsprojekt nur wenig nützte, wenn der Laldnerkanal wie 2007 durch ein unsachgemäss neutralisiertes Schafbad oder wie vor wenigen Tagen infolge eines Geothermieprojektes in Brigerbad verschmutzt werde.

Schweizer Fernsehen
Walliser Bote
Radio Rottu
Fotos


7. März, Fischereieröffung Rhone, Talbäche, Kanäle und Teiche

Glücklich wer sich an diesem bitterkalten 7. März 2010 frühmorgens ans Wasser begab. Zu dieser Zeit war der älteste Walliser, der Wind, den Fischern noch einigermassen gnädig gesinnt und es wurden auch einige schöne Forellen ins Trockene gebracht.

Neben dem später einsetzenden Wind, machte den Fischern vor allem der niedrige Wasserstand zu schaffen, der für einmal mit Sicherheit auf die eisige Kälte zurück zu führen war.

Zum Glück waren die Fischersektionen vorbereitet und sorgten landauf landab mit Speis und Trank in vielen Fischerkantinen trotz allem für gute Stimmung.

Fotos



3. März, Jonas Regotz neuer Sachbearbeiter Fischerei

Anlässlich der Delegiertenversammlung des WKSFV in Fiesch stellte sich der neue Walliser Sachbearbeiter für Fischerei in einer kurzen, erfrischenden Ansprache, in deutscher und französischer Sprache den Anwesenden vor.

Jonas Regotz ist 1981 geboren, stammt aus Naters und wohnt in Visp. Er hat ein Bachelor of Science in Agronomie und ein Major in Nutztierwissenschaften. Dieses Jahr löst er sein 15. Fischereipatent und als ehemaliger Kassier der Fischereisektion Brig kennt er die Anliegen der Fischer.
Er ist auch Jäger und frönt weiteren Sportarten wie Fussball und Unihockey.

Jonas Regotz löst ab Mai 2010 Rolf Collaud ab, der Ende Januar in den verdienten Ruhestand getreten ist. Wir wünschen Jonas Regotz viel Freude und Erfolg in seiner neuen Funktion und freuen uns auf die spannende Zusammenarbeit.



20. Februar, Delegiertenversammlung des WKSFV in Fiesch

Am 20. Februar 2010 fand in Fiesch die 81. Delegiertenversammlung des WKSFV statt. Schwerpunkte der Versammlung waren der neue Gewässerbesatzplan und die neue Vereinbarung zwischen Kanton und Fischerverband, der Einsatz für Gewässerrenaturierung und Revitalisierung, das Engagement gegen Gewässerverschmutzungen  und die Ausbildung von Fischern.

In seinem reich bebilderten, in zwei Sprachen abgehaltenen  Jahresbericht erwähnte Verbandspräsident Stefan Wenger vor mehr als  130 Delegierten und Gästen als Erstes den neuen Gewässerbesatzplan, der ab 2011 für alle Sektionen in Kraft treten soll.

Dieser sieht zwar einen Besatz der Gewässer mit kantonsweit etwa gleich viel Mass- und Jungfischen wie bisher vor, verlagert aber das Gleichgewicht unter den Sektionen.  Auch wenn die Finanzierung mit zusätzlichen 60‘000 Franken in Zukunft gesichert sein sollte, forderte der Verband die Sektionen auf, in Zukunft noch stärker zusammenzuarbeiten, damit Synergien genutzt, Fischzuchten rentabel betrieben und das Wissen zur Aufzucht und zum Besatz breiter abgestützt werden kann.

Vielerorts werden Gewässer renaturiert  und verschiedene, laufende Projekte, beispielsweise für Fischtreppen in Lavey, Susten, Fiesch und Gluringen geben den Fischern neue Hoffnungen.
Aus Sicht der Fischer reichen diese Massnahmen jedoch nicht aus. Bei den Umweltmassnahmen im Rahmen der  3. Rhonekorrektion und bei der Schaffung des Walliser Renaturierungsfonds sehen Fischer einigen Nachholbedarf und möchten die Zusicherung erhalten, dass die versprochenen Umweltmassnahmen nicht zu spät oder gar nicht umgesetzt werden.
Sorgen bereitet auch der Boom der Kleinwasserkraftwerke, der zum Teil die letzten intakten Laichplätze der Fische gefährdet oder die zahlreichen Gewässerverschmutzungen bei denen die Fischer zu oft auf zu wenig Verständnis und Unterstützung der Behörden stossen.

Vor dem Hintergrund der vielen laufenden Projekte, der 3.Rhonekorrektion, dem Sanierungsplan der Walliser Gewässer, dem Walliser Renaturierungsfonds, dem KWKW-Boom, der Initiative „Lebendiges Wasser“ und dem Gegenvorschlag des Parlaments hat der Verband 2009 zusammen mit den Umweltschutzverbänden beim Staatsrat ein Moratorium für Kleinwasserkraftwerke und die Schaffung einer kantonalen Wasserstrategie gefordert. Auch wenn bisher noch keine umfassende Wasserstrategie zu Stande gekommen ist, so sind die Fischer sehr zuversichtlich, dass aus dieser Forderung auch positive Impulse für die Fischerei abgeleitet werden können.

Besonders gefreut haben sich die Anwesenden der Delegiertenversammlung auch über den Besuch des „obersten Walliser Fischers“, Herrn Staatsrat Jacques Melly.
In seiner Rede strich er unter anderem heraus, dass alle Projekte welche unsere Wasserläufe betreffen von seinem Departement bearbeitet werden und es dadurch viel einfacher sei Synergien zwischen technischen und fischereilichen Belangen zu finden. Der gemeinsame Informationsaustausch trage viel dazu bei, die jeweils besten Lösungen zu finden.

Am Schluss seiner Rede dankte Staatsrat Melly den Walliser Fischern mit folgenden Worten:  „Schliesslich möchte ich den 2950 Fischern, die 2009 ein Fischereipatent gelöst haben, ganz herzlich danken. Mein Dank gilt ebenfalls Ihren Verantwortlichen und jenen der Sektionen Ihres beeindruckenden Verbandes. Der Staatsrat ist sich Ihrer Arbeit und Ihrer täglichen Sorge um die Fischerei bewusst und er weiss genau, dass ohne Ihren Einsatz die Walliser Fischerei eine Illusion bliebe.“

Wenn sich die versammelte Walliser Fischereiprominenz einmal im Jahr trifft, dürfen die Gemütlichkeit, die Pflege der Kameradschaft und der Gedankenaustausch nicht zu kurz kommen. Die kleinste Fischereisektion im Wallis, die Sektion Goms hatte den schönen Anlass perfekt organisiert und ideale Bedingungen dazu geschaffen. Der OK-Präsidentin Hannelore Manz, dem Sektionspräsidenten Hans Loretan und allen Helferinnen und Helfern sei an dieser Stelle der Dank aller Anwesenden ausgesprochen.

Jahresbericht 2009
Vortrag DV2010
Nouvelliste
Walliser Bote
Fotos (zVg)



1. Januar, Der Strömer - Schweizer Fisch des Jahres 2010

Der Strömer - eine unbekannte und vom Aussterben bedrohte Fischart – ist Fisch des Jahres 2010! Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) setzt mit dem Strömer einen Akzent im Internationalen Jahr der Biodiversität 2010.

Pressemitteilung