News zur Walliser Fischerei 2012

05.05.2012 Oberwalliser Jung- und Neufischerkurs

Die wirklich grosse Motivation stand den mehr als 30 Teilnehmern des diesjährigen Oberwalliser Jung- und Neufischerkurses frühmorgens am Teich Gravi in Niedergesteln zugegeben nicht gerade ins Gesicht geschrieben. Petrus hatte es für einmal nicht sehr gut mit seinen Jüngern gemeint und überraschte sie mit Nieselregen und kalten Temperaturen.
Als Petrus sah, dass alle Teilnehmer trotz des schlechten Wetters erschienen waren und somit die echten Voraussetzungen als künftige Petrijünger restlos erfüllten, liess er plötzlich zur Freude aller die Sonne scheinen. Jetzt war es für die zahlreichen Instruktoren der Oberwalliser Fischereisektionen viel leichter, an den bestens eingerichteten Posten die nötige Theorie fürs Fischen zu vermitteln. Endlich keine kalten Hände mehr, welche es den meist jungen Teilnehmern verunmöglichten, die feinen Fischerknoten zu knüpfen und endlich keine Fische mehr, die beim eh schon schwierigen Filetieren stets aus den nassen Händen flutschten. Nach einer bodenständigen „Zninipause“ war auch die nötige Energie für weite Würfe am Stand Wurftechnik und die Aufmerksamkeit für die Theorie über die Fischereigesetze, das tierschutzkonforme Umgehen mit dem Lebewesen Fisch und die Ausführungen am gut ausgerüsteten Posten Materialkunde wieder voll da. Etwas mehr Stärkung brauchte es freilich für das Fischen unter Aufsicht am Nachmittag. Obwohl die Köche versuchten, die Teilnehmer mit knusprigen Frites und feinen Bratwürsten und Plätzli zu „ködern“, hielten es sie es nicht lange auf ihren Sitzplätzen aus. Zu gross war die Anspannung, bald den ersten Fisch selber zu fangen. Gegen vier Uhr nachmittags hatten schliesslich fast alle Petrijünger die vier erlaubten Forellen gefangen und zu feinen Filets verarbeitet. Dem tadellos organisierten Jung- und Neufischerkurs der Oberwalliser Fischereisektionen sei Dank.

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14.04.2012 Weiterbildung: Kurs Elektrofischen

Dass es sich beim Elektrofischen nicht um eine neue Sportart, sondern um das Abfischen vom Gewässern zur Rettung von bedrohten Fischen handelt, war jedem der rund 40 Kursteilnehmer klar.
Wie richtig mit Strom gefischt wird und wie Gefahren für Mensch und Tier vermieden werden können, war Inhalt eines interessanten, zweitätigen Kurses der durch die kantonale Dienststelle für Jagd und Fischerei organisiert wurde. Den Teilnehmern aus den Ober- und Unterwalliser Fischereisektionen und den Fischereiaufsehern der kantonalen Dienststelle wurde eine umfassende Weiterbildung geboten.
Dazu gehörte die theoretische Ausbildung über die Elektrofischerei, das Verhalten bei Unfällen (Herzmassage und Defibrillator), sowie die Praxis am Gewässer. Die Kursteilnehmer zeigten sich sehr erfreut über das Angebot der Dienststelle und lobten die tolle Organisation durch Yvon Crettenand und Jonas Regotz. Bald werden die Teilnehmer ihr Diplom erhalten, welches es ihnen künftig erlaubt, selber Elektrofischen zu betrieben.

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25.02.2012 DV des WKSFV in Fully (Wiedereintritt in den SFV)

Am Samstag 25. Februar 2012 fand in Fully die 83. Delegiertenversammlung des Walliser Kantonalen Sportfischer-Verbandes WKSFV statt. Wichtigster und mit Spannung erwarteter Punkt auf der Tagesordnung war die Abstimmung zum Wiedereintritt des WKSFV in den Schweizerischen Fischerei-verband SFV.

Der WKSFV war 1988 aus dem SFV aus-getreten und mehrere Versuche dem Verband wieder beizutreten, waren ge-scheitert. Umso erstaunlicher war das Resultat der Abstimmung.

Ohne Gegenstimme wurde dem Antrag des Verbandes, dem SFV 2014 wieder beizutreten und dafür den Mitgliederbeitrag des WKSFV um 10 Franken zu erhöhen, zugestimmt.
Der Verband hatte im Vorfeld alle seine Sektionen besucht und mit einem Infoflyer detailliert über den Wiedereintritt informiert. Wo Konsultativabstimmungen durchgeführt wurden, stimmten die Vereinsmitglieder einem Wiedereintritt immer mit grosser Mehrheit zu.
Trotzdem war Kantonalpräsident Stefan Wenger über das klare Resultat überrascht und gab unumwunden zu, dass er sich sehr über die breite Unterstützung der Delegierten freue.
Auch Roland Seiler, Präsident des SFV, zeigte sich sehr erfreut über den Wiedereintritt:“ Für mich ist das ein grosser Freudentag, wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Ich danke insbesondere dem WKSFV-Präsidenten Stefan Wenger für die hervorragende Vorbereitung dieses für beide Seiten wichtigen Geschäftes“.

Der Beitritt des WKSFV zum SFV kann als echte Win-Win-Situation gesehen werden. Als einer der grössten Kantonalverbände wird der WKSFV mit 4 Stimmen ein grosses Gewicht im SFV haben und endlich seinen aktiven Beitrag zur Schweizerischen Fischereipolitik leisten können. Die Solidarität mit den anderen Fischern in der Schweiz gibt beiden Seiten grösseres politisches Gewicht. Ein Trumpf, der vor allem im Hinblick auf den bevorstehenden Ausstieg aus der Atomkraft und dem damit zusammenhängenden, steigenden Druck auf unsere Gewässer in Zukunft stechen könnte.

Sehr interessant waren auch die Ausführungen von Yvon Crettenand, Biologe bei der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere. In seinem Vortrag mit dem Titel „neuer Wiederbevölkerungsplan heute und morgen“ zeigte er klar auf, dass der neue Besatzplan des Kantons der gängigen Praxis in der Schweiz und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Der neue Besatzplan halte sich auch klar an die Vorgaben verschiedener Bundesstellen, die in beeinträchtigten Fliessgewässern den Besatz mit Mass- und Jungfischen vorsehen. Untersuchungen in den nächsten Jahren und die enge Zusammenarbeit mit den Fischereisektionen, würden zeigen, wo allenfalls Anpassungen nötig seien.

Jahresbericht
Vortrag
Walliser Bote
Nouvelliste
Fotos (Jean-Louis Borter)


30.01.2012 Unsere Gewässer wiederbeleben - ohne dass uns dabei das Licht ausgeht... (Quelle: www.fddm.ch)

Das Bundesgesetz über den Gewässerschutz setzt auf Ende 2012 eine Frist für die Sanierung der Gewisser, die von einer Wasserentnahme beeinflusst sind. Am Beispiel der Rhone zwischen Gluringen und Fiesch zeigt sich, wie ein Projekt ein Gleichgewicht zwischen Massnahmen zugunsten der Abflussmenge und Revitalisierung einerseits und der Menge des turbinierten Wassers andererseits herstellen kann. Eine solche Vorgehensweise muss es ermöglichen, unsere Gewässer wiederzubeleben und gleichzeitig die örtliche Stromerzeugung durch Wasserkraft aufrechtzuerhalten. Weniger als ein Jahr vor Ablauf der gesetzlichen Sanierungsfrist muss festgestellt werden, dass es im ganzen Kanton noch viel zu tun gibt.

Artikel agenda21


07.01.2012 Fauna.vs kritisiert neuen Walliser Fischbesatzplan (Quelle: www.faunavs.ch / Foto WKSFV)

Gemäss fauna.vs schiesst der neue Fischbesatzplan des Wallis mächtig am Ziel vorbei.

Eine kritische Analyse der Situation und Perspektiven für Fortschritte von fauna.vs:

Artikel fauna.vs
Walliser Bote